Disco to go

Juni 18th, 2007 by adibas

mixerIn den siebziger Jahren wurde ein kleines Gerät erfunden, der “Mixer”. Dieses Gerät erlaubte den Club-DJs flüssig von einem Plattenteller auf einen anderen überzugehen und so eine Party in einem nahtlosen Soundfluss zu halten. Die Disco hatte ihren Aufschwung 1975 und basierte auf dieser Erfindung. Livebands stiessen damals auf immer weniger Interesse und bekamen immer weniger Engagement, viele gaben sogar ganz auf. Der Club-DJ wurde dafür zu Kultfigur.

Als auch eine neue Art de Auflegens entstand, bei welcher DJs anfingen verschiedene Platten miteinander zu mixen, begannen Labels diese Mixes aufzunehmen und zu pressen. Larry Levan, Tom Moulton und andere DJ-Stars waren Garanten für den Verkauf einer Platte, nicht anders als es sich mit dem Puff Daddy - Mix in den Neunzigern verhielt. Von da an verwendete man den Begriff “Disco” sowohl für die Clubs als auch für die Musik.

Sehr wichtig war die Einführung des “jamaikanischen Soundsystems” in den Partymix der Stadt. Diese DJs aus Jamaika hatten eigene Varianten von Mischpulten und veranstalteten schon in den sechziger Jahren so genannte “Back-a-Yard”-Partys, bei denen Drum und Bass wie Presslufthammer dröhnten. Diese mobilen DJs schnitten einfach die Melodie weg, um dem tiefen, dunklen Groove der Reggea-Musik mehr Raum zu geben. Bei grassgeschwängerten Zusammenkünften erzeugten DJs wie King Tubby, Prince Buster und Duke Reid mir ihren Soundmaschinen wuchtige, grollende Klänge, die ihnen einen Kultstatus verlieh.

Auf einmal reichten harte Bässe nicht mehr aus, da fingen DJs an zu “toasten”, ins Mikrofon zu sprechen und ihre Heldentaten zu erzählen. Einer dieser “toasting DJs” landete in Jamaika sogar einen Nummereins-Hit, U-Roy mit “Wear You To The Ball”. Aber zu dieser Zeit erkannte noch niemand den Zusammenhang zwischen der Kunst des Mixens und der smoothen Sounds, auf denen Disco basierte, und dem unterirdischen Sturmangriff des Reggae-Soundsystems.

Disco-Mix, Dub-Sound, und Toasting machten die Technik und das Gefühl des HipHop aus.

This entry was posted on Montag, Juni 18th, 2007 at 17:30 and is filed under History. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

24 responses about “Disco to go”

  1. Sotiris said:

    Cool!

  2. Raucherstatistik said:

    Ich mochte diese Plattenteller sehr. Waren nur leider ziemlich schnell kaputt :(

  3. flirttips said:

    Auch die Mixer werden so langsam abgelöst von dem Computer. Der Computer hingegen kann nicht abgelöst werden…

  4. Billig Tanken said:

    Damals in den Discos, das waren noch Zeiten :)

  5. elbsenf said:

    Dieser Siegeszug der DJ’s ist auch der Dance/Techno-Szene zu verdanken. Eine Liveband bei Technomusik wäre auch fehl am Platz.

  6. pokern said:

    Ich kann mich noch gut an das Ding erinnern. Hat mir nette Abende beschert :)

  7. hiu said:

    Ich kann mich noch mehr als gut an dieses Gerät erinnern.

  8. warentester said:

    Meiner Meinung nach hatte Disco schon 1972 Aufschwung.

  9. andreas said:

    Das Gerät kenne ich auch noch zu gut :)

  10. Anja said:

    Waren das nicht eher die 60er?

  11. super said:

    Waren das noch Zeiten. Damals durfte man als DJ auch noch Rauchen beim Auflegen.

  12. Kreditkar said:

    Früher durfte ich als 15 Jähriger mal hinters Pult und üben. Hat leider nicht so geklappt wie ich dachte.

  13. marmon said:

    An die Zeit kann ich mich noch sehr gut erinnern :)

  14. Andreas said:

    Waren das Zeiten damals :)

  15. Oluf said:

    Ein einziges Mal durfte ich mich auch an so einem Gerät versuchen. Leider bin ich gescheitert.

  16. Marschall said:

    Das erinnert wirklich an gute Zeiten :)

  17. Bibi said:

    Jeder über 30 wird sich an das Gerät erinnern :)

  18. Kaukase said:

    Die Geräte finden auch heute noch in den Discos Anwendung. Besonders in Kölner Discotheken.

  19. Suchmaschinenoptimierung said:

    Ich denke das Gerät wird wohl jeder noch aus seiner Jugend kennen :)

  20. Lukas said:

    Echt ne Coole Sache

  21. Dibil said:

    Die gibts also noch….

  22. Scheffe said:

    Eine sehr alte Seite

  23. Urlaub said:

    Da stimmen wir zu ;)

  24. Jamaika Urlaub said:

    Das Teil hat echt gerockt. Geile Beats machen Reggae noch besser.

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